BRÜSSELER TROPFEN AUF DEN HEISSEN STEIN

900 Essenspakete werden dieser Tage zusätzlich auf der Balkan-Fluchtroute geschnürt: weidenholzer.eu/2015/10/23/benefizlesung-fuer-balkanroute-in-bruessel/

Das ist ​Joe Weidenholzers, mein und der Beitrag unserer Gäste bei der Benefizlesung am 20.10. in der Brüsseler Blase. Ein Beitrag auf den heißen Stein, der im Sommer ins Rollen kam: Weiterlesen

WER VON KRIEG PROFITIERT, SOLL FOLGEN ZAHLEN

VERSIONE ITALIANA →GIÙ! Ist obige Schlussfolgerung logisch oder ideologisch? Während sich die EU-Mitgliedsstaaten beim Treffen des Europäischen Rates im September (endlich) mehrheitlich dazu durchgerungen haben den gemeinsamen Vorschlägen von Europaparlament und Kommission über die zusätzliche Verteilung von 120.000 Schutzsuchenden anzunehmen, geht die menschliche Tragödie (nicht nur) auf der Balkan-Fluchtroute und den Lagern in Syrien und seiner Nachbarstaaten weiter. Weiterlesen

EINLADUNG FÜR 20.10. IN DIE BRÜSSLER BLASE

Halbzeit für meine Berichte aus der Brüssler Blase, Halbzeit auch zwischen den Wahlen in Oberösterreich und Wien. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemals Regionalwahlen im deutschsprachigen Raum so sehr mit gesamteuropäischen Entwicklungen verquickt waren wie dieser Tage, hier und jetzt.

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Der Zeitdrache hält auch unsere Politiker’innen heillos überarbeitet. Mehr über ihn und unsere globale Krise bei Lesungen am 20.10. und 20.11.2015 in Brüssel und Enns.

Gut so!

Richtig und wichtig sich der mannigfaltigen Verbindungen zwischen Landes-, Bundes- und EU-Ebene bewusst zu werden und der Bevölkerung in verständlichen, mutmachenden Worten zu verklickern, was Sache ist und das getrost die Angst zuhause gelassen werden kann.

Wenn die Botschaften aber nicht bei Wählerin und (noch weniger bei) Wähler ankommen, ist es herzlich unkardistisch mit dem Finger auf die sogenannte »Flüchtlingskrise« zu zeigen. Sie ist vielmehr ein Weiterlesen

KEIN NEUER RECHTSRUCK, sondern Ausdruck einer alten SPÖ-Krise

Weiterlesen bitte erst nach der ersten Hochrechnung des Oberösterreich-Landtagswahlresultats am 27.9.2015, mehr zur Wien-Wahl hier! Weiterlesen

Mario Lackner: „20 YEARS OF WORK FOR PEACE, I’M READY FOR MORE!“

Bildschirmfoto 2014-04-20 um 15.38.33Joining the transnational peace movement as a participant of an international friendship camp of the Red Cross / Red Crescent movement in 1995 I didn’t know the hopeful prevailing mood in the world back then would crash utterly six years later on 9/11.

Fear and distrust took over control.

Through my »Asta« triology (published at Berger 2011-2014) I found my individual way to cope artistically with the changed global circumstances. Scientifically I studied development (2005-2010) and life counseling (2002-2004), professionally I got involved in sex education and ESC consulting  and politically my answer is a) supporting parliamentarians who campaign credibly human rights and social peace (Efgani Dönmez 2013, Joe Weidenholzer 2015) and b) expertise concerning health and education for the Austrian government.

20 years of work for peace, I’m ready for more! There is not a better moment to stir peace than now while tensions are rising between USA/NATO and Russia/CSTO and failed states in Africa and the Middle East (and failed global crisis management) are leading to heavily conflict-laden flows of migration.

Who is joining me? Whom can I join? Get in touch, I’m looking forward to it!

Bericht aus der Brüssler Blase

Es gibt ein Brüssel und es gibt ein Brüssel. Das eine ist eine Stadt im Niemandsland von arm und reich, Nord und Süd, proper und verlottert. Das andere ist die Blase der inter- und transnationalen Organisationen à la NATO, EU & Co.

Morgens und abends bin ich von dem einen ins andere Brüssel unterwegs. Sie liegen in zwei gefühlt 1000 Kilometer entfernten Zeitzonen. Im Büro eines Europarlamentariers beispielsweise reichen die offiziellen Dienstzeiten never, um alles Begehr der Welt zufrieden zu stellen. Es könnte immer more sein, du könntest stets noch eine Stunde longer bleiben – wären da nicht die natürlichen Begrenzungen einer menschlichen Psychosoma, die ja doch noch ein paar Jährchen funktionieren soll, um dem Gemeinwohl genüge zu tun.

Psychosoma dient in Brüssels inter-/transnationaler Subblase namens EU der hehren Vision eines friedlichen Subkontinents. Bis vor ein paar Jahren schien diese Vision erfolgreich ihrer Verwirklichung näher zu rücken. Währungsunion, Ost-Erweiterung udn Friedensnobelpreis legen Zeugnis davon ab. Doch mit dem Sonnenschein wuchsen auch die Schatten, über deren Existenz längst keine PR-Maßnahmen von Industrie, Politik und Medienmaschinerie mehr hinweg täuschen können.

Dem Wahlspruch »Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit«, mit dem 1789 alles begann, steht 2015 eine Realität wachsender Überwachung, Ungleichheit und Ego-motivierter Entsolidarisierung gegenüber. Daran würde auch mehr Macht für das Europäische Parlament (die einzige Institution auf EU-Ebene, die direkt vom Volk beschickt wird) nichts ändern. Bis dato jedenfalls bemächtigen sich die Europäer’innen herzlich wenig dieses Parlaments (geringe Wahlbeteiligung) und sie gehen Parteien auf den Leim, die die Lobby von Kirchen, anderen Großgrundbesitzenden und Konzernen sind.

Ist Änderung in Sicht?

Griechenland wird heute Sonntag eine Antwort versuchen und uns damit morgen Montag in der Brüssler Blase beschäftigen – egal, wie die Wahl ausgeht, auch wenn es nicht egal ist, wie sie ausgeht…