KEIN NEUER RECHTSRUCK, sondern Ausdruck einer alten SPÖ-Krise

Weiterlesen bitte erst nach der ersten Hochrechnung des Oberösterreich-Landtagswahlresultats am 27.9.2015, mehr zur Wien-Wahl hier!

Bei den Wahlen am 27.9.2015 ging es für die SPÖ dreifach bergab: Sie verlor Landtagssitze, Bürgermeistersessel und Gemeinderatsmandate (Logo: SPÖ)

Bei den Wahlen am 27.9.2015 ging es für die SPÖ dreifach bergab: Sie verlor Landtagssitze, Bürgermeistersessel und Gemeinderatsmandate (Logo: SPÖ)

Der Trend hält an (seit Jahren), erfolgreiche Konzepte ihn umzukehren gibt es (seit Jahren praktisch erprobt) und statt diese landes- und bundesweit umzusetzen, rollen Köpfe – seit Jahren.

Die SPÖ schafft es nicht und wieder nicht ihre Verpackung und Organisationsstruktur so an die Erfordernisse der Gegenwart anzupassen, sodass die Persönlichkeiten mit ans Ruder gelassen werden, die dank bürgerzentrierter und gemeinwohlorientierter Politik (gegen den Abwärtstrend) Wahlen gewinnen. Die, die die Macht dazu hätten, versäumen Tag für Tag die Chance die, die bei der Bevölkerung ankommen, nachhaltig einzubinden.

Warum nicht ab morgen wagen diese bisherigen Randerscheinungen (kürzlich Ausgetretene inklusive) an neu zu schaffende Managementpositionen zu hieven? Zum Ausgleich könnten pro Organisationsebene ein, zwei andere Funktionen eingespart und (weil wir schon mal beim Aufräumen sind) einige Bezirksorganisationen zwischen Boden- und Neusiedler See wahlkampagnenlogisch zusammengelegt werden. Der gerade laufende Parteiprogrammreformprozess böte einen wunderbaren Rahmen dafür…

Die Stärke einer unfreiheitlich-nationalistischen Partei, die samt Leitfigur viel zu oft durch Medien und Mitbewerbende beim Namen genannt wird, ist auch die Folge der Schwäche der SozialDemokratie und anderer gemeinwohlorientierter Bewegungen. Das Ego-geleitete, xenophobe Hetzer’innen sogar in krassen Staatskrisen den kürzeren ziehen können, wenn besonnene, kardistisch motivierte Führungspersönlichkeiten mit Visionen und Charisma in ihrer PR den richtigen Ton treffen, bewies letzte Woche eindrucksvoll SYRIZA in Griechenland (vgl. weidenholzer.eu) beziehungsweise der Partito Democratico 2014 in Italien.

Eine starke SPÖ ist jederzeit möglich, wenn der Kontakt zum Bürger, zur Bürgerin wieder gefunden wird und: zu einander und sich selbst. Solange aber der Bundesparteivorstand, die neun Landespartei- und zig Bezirksvorstände nicht logisch auf langjährige Trends reagieren und Know-how und G’spür in Form von Best Practice-Beispielen einzelner, sehr erfolgreicher SP-Kampagnen populärer Persönlichkeiten (von Gemeinderats- bis EU-Ebene) ignorieren, wird der Wählerschwund anhalten. Und das es nach unten kaum Grenzen gibt, zeigen mahnend Schwesterparteien quer durch Europa – seit heute (27.9.2015) auch die SPÖ OÖ.

meinte am 23.9.2015 in Brüssel Mario Lackner vom Beratungsstudio DAS!ALLES

Advertisements

2 Gedanken zu „KEIN NEUER RECHTSRUCK, sondern Ausdruck einer alten SPÖ-Krise

  1. Pingback: EINLADUNG FÜR 20.10. IN DIE BRÜSSLER BLASE | GrenzlandDemokratie

  2. Pingback: 2015 – das Ende der SPÖ kann ein Anfang sein… | GrenzlandDemokratie

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s