VOR DER MORGENRÖTE IST ES SCHWARZ. Kommentar zu den Gemeinderatswahlen im Waldviertler Grenzland.

Bis auf die kollosalen Verschiebungen in Sigmundsherberg, wo die Wählerschaft der etablierten Parteien aufgrund eines Kraftwerkprojektes eine schmerzhafte Abfuhr erteilten, scheint das niederösterreichische Grenzland zu Tschechien weiterhin politischen Winterschlaf zu halten. Schaut man aber genauer hin, dann entdeckt man im Waldviertel u. a. den Mandatszugewinn der Frischen Liste Drosendorf, die Bürgerliste „Pro Japons„, die aus dem Stand 8 % macht, das Ende der absoluten VP-Mehrheit in Waidhofen/Thaya und kleine, feine Zugewinne der SPÖ in diversen Landgemeinden (im Bezirk Horn allen voran Weitersfeld und Röhrenbach).

Trotz bürgermeisterfreundlichem Wahlrecht, das neben dem amtlichen Stimmzettel auch noch Extra-Vorzugsstimmzettel zulässt, wachsen die VP-Bäume nicht mehr uneingeschränkt in den Himmel. Das Waldviertel wird bunter! Demokratie, Meinungsvielfalt und damit mehr Kreativität und Innovation kommen langsam aber sicher an.

Aus dem Rahmen fällt da das Resultat meiner Heimatgemeinde Langau. Der rundum sehr geschätzte Bürgermeister Franz Linsbauer wurde für seine herausragende Arbeit für Langau mit einer noch satteren Mehrheit im Gemeinderat ausgestattet. Wohlverdient, Hut ab und Gratulation von Herzen! Das lokale VP-Plus von 7 % ging zu Lasten der beiden anderen Fraktionen (Bürgerliste UPW und SPÖ, für die ich auf Listenplatz 3 kandidierte). Die Sozialdemokratie kam mit einem blauen Auge davon und hält ihre 2 Mandate, die UPW verliert jedoch eines an die konservative Bürgermeisterpartei. Wären die Dinge personell in Langau anders, dann würde sich auch hier schon demokratische Morgenröte abzeichnen. Wien ist anders, Langau eben auch 😉

Anderswo war es vor dieser Gemeinderatswahl auch tief schwarz, ähnlich wie in Langau. Der Wandel kommt aber auf leisen Sohlen im Waldviertel an (vgl. Grenzland-Stammtisch) – bist du schon Teil davon?

fragt Mario Lackner, Schriftsteller und Politikberater

Bildschirmfoto 2015-01-25 um 18.32.31

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