NEIN zum Windpark Meiseldorf, JA zu sinnvoller Regionalentwicklung!

Einfach per gemeinde@meiseldorf.at an Meiseldorfs Bürgermeister und Gemeinderat abschicken und damit ein GUTES ZEICHEN für BESSERE ZUKUNFTSAUSSICHTEN als 200 Meter hohe Kraftwerktürme im Wald setzen! Kontinuierliche Berichterstattung auf den Internetseiten Windpark-frei und Unser Waldviertel schützen.

Einspruch im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung bezüglich Änderungen im Raumordnungsplan der Gemeinde Meiseldorf GZ.10.700.-02/14

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Gemeinderäte!

In Ihrer Presseaussendung vom 24. Juni 2014 berichten Sie, dass es in der eigenen Bevölkerung „kaum Kritiker“ des Kraftwerkprojektes „Windpark Meiseldorf“ gäbe. Wenn man lange Zeit gar nicht und dann lediglich einseitig Hand in Hand mit der IG Windkraft informiert, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich in der Bevölkerung Unmut regt.

Neben dieser demokratiepolitisch höchst bedenklichen Handlungsweise kommt noch die ökologische Komponente, auf die keine Rücksicht genommen wird. Biologe Dr. Wolfgang Lechthaler zeigte bei einer Pressekonferenz der Bürgerliste Lebenswertes Sigmundsherberg am 9. Dezember 2014 in Horn gravierende Mängel an den Gutachten zu den geplanten Windkraftprojekten im Oberen Pulkautal auf, zu denen auch der „Windpark Meiseldorf“ zählt.
Er kritisiert an den geplanten Windkraftprojekten, dass immer die gleichen Gutachter beauftragt werden, die wiederum in einem Naheverhältnis zur Windkraft-Lobby stehen. Unabhängige Büros werden mit den Umweltprüfungen nicht betraut. Etwaige Hindernisse werden verschwiegen und die Daten so manipuliert bzw. die Ergebnisse und Schlussfolgerungen so formuliert, dass Auswirkungen auf die Schutzgüter Vögel, Fledermäuse und den Menschen, sowie auf das Landschaftsbild nicht oder nur in vernachlässigbarem Ausmaß zu erwarten sind.

So ist bekannt, dass der Schwarzstorch im Oberen Pulkautal brütet und der Windpark Meiseldorf aus Artenschutzgründen deshalb gar nicht errichtet werden darf. Der Nachweis des Schwarzstorchs als Brutvogel hätte eigentlich vom Naturschutz-Gutachter erbracht werden müssen. Da dies jedoch das Aus für den Windpark bedeutet hätte, wurde der Horst im Gutachten nicht erwähnt und die beobachteten Schwarzstörche lediglich als Nahrungsgäste oder Durchzügler eingestuft. Selbiges geschieht auch bei den Fledermäusen: Im Oberen Pulkautal zählt die Mopsfledermaus, eine vom Aussterben bedrohte und streng geschützte Art, zu den häufigsten Fledermäusen. Diese Art ist durch Windräder in Wäldern akut gefährdet, weshalb die Errichtung der Windparks im Oberen Pulkautal aus Gründen des Artenschutzes untersagt werden müsste. Die Vorgehensweise, seltene Tierarten zu verschweigen, Wildtierkorridore abzuändern und die Umweltauswirkungen der Projekte in den Waldstandorten als vernachlässigbar darzustellen, wurde bisher bei allen strategischen Umweltprüfungen für Windparkprojekte im Waldviertel durchgezogen.

Daher fordere ich Sie auf unabhängige Gutachter*innen zu beauftragen juristische und ökologische Fachgutachten zu erstellen, die wahrscheinlich zu Tage fördern werden, dass die Errichtung dieser Anlagen auf Forst- und Waldflächen den Lebensraum zahlreicher gefährdeter Tierarten zerstört. Ein derartige Verwandlung des Naherholungsraumes in eine Windkraft-Industriezone ist nicht mit den Zielen eines nachhaltigen Natur- und Landschaftsschutzes vereinbar!

Halten Sie bitte inne, hören Sie nicht nur auf die Einflüsterungen der PR-Fachleute der Windkraft-Industrie und binden Sie Bevölkerung, Kunst/Kultur/Kreativwirtschaft und unabhängige Wissenschaft in alle weiteren Schritte ein, um bessere Energielösungen und Zukunftsperspektiven für die Regionalentwicklung des Waldviertler Wohlviertels zu entdecken als 200 Meter hohe Kraftwerkriesen, die mehr Konflikt als Miteinander nach sich ziehen.

Auf einen konstruktiven Neustart und einen wertschätzenden Dialog für unser schönes Waldviertel,

(Name der einsprucherhebenden EU-Bürger*in)

Foto: Bürgerinitiative Windpark-frei

Foto: Bürgerinitiative Windpark-frei – auch auf Facebook via http://www.facebook.com/windparkfrei

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5 Gedanken zu „NEIN zum Windpark Meiseldorf, JA zu sinnvoller Regionalentwicklung!

  1. w4est

    GLOBAL 2000 Newsletter Global 2000 Newsletter Header

    Strahlendes Wasser in Dukovany

    Liebe Leser,

    GLOBAL200 hat Wasserproben aus dem Staubecken Mohelno, der einzigen
    Kühlwasserquelle für das grenznahe tschechische Atomkraftwerk Dukovany
    entnommen.

    Nun liegt das eindeutige Ergebnis vor: *Das Wasser aus dem Staubecken
    ist hoch radioaktiv belastet.*

    „Die Wasserprobe enthält Tritium mit 350 Becquerel pro Kilogramm – ein
    unbelasteter Fluss liegt unter 2 Becquerel, die Trinkwasserverordnung
    schreibt einen Grenzwert von 100 Becquerel vor“, erläutert Atomexperte
    Reinhard Uhrig.

    *Weitere Infos finden Sie hier.*

    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Nikolaus Reisel

    Antwort
    1. DAS!ALLES Autor

      Danke für diese furchtbaren Nachrichten, lieber Herr Bürgermeister! Diese stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit dem Kraftwerkprojekt in den Wäldern von Sigmundsherberg und Meiseldorf, jedoch wird die berechtigte Angst vor der „friedlichen“ Nutzung von Atomkraft immer wieder als PR-Argument im Vorantreiben gigantischer Windkraft-Industriezonen eingesetzt. Mehr dazu in meinem Brief an den niederösterreichischen Landtag, der neben meiner Eingabe gegen den geplanten „Windpark Meiseldorf“ Ausgangspunkt für einen ergebnisoffenen Diskurs Verwendung finden kann:

      https://grenzlanddemokratie.wordpress.com/2014/02/17/wasserdampf-und-ausverkauf/

      Keine Frage, wir brauchen die Energiewende und müssen unsere Anstrengungen bzgl. gesamteuropäischen Atomausstieg bündeln. Daher hoffe ich, dass die Schützer*innen unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft im Waldviertler Wohlviertel sich bald schon nicht mehr mit Auswüchsen der Windkraftindustrie auseinandersetzen müssen, sondern Hand in Hand mit dir und der Regionalpolitik einer nachhaltigen Nutzung alternativer Energiequellen mit (und nicht gegen) die Natur zuwenden können!

      Deiner Antwort entgegensehend verbleibt mit lieben Grüßen,

      Mario Lackner (Mag. Internationale Entwicklung)

      Antwort
  2. w4est

    Nicht PR-Argumente haben die Energiewende eingeleitet – es waren und sind aktive und wache Menschen…

    Wir stehen bereits mitten in der Transformation vom fossilen zum postfossilen Zeitalter. Dieser Übergang ist epochal wie die industrielle Revolution und wird zudem beschleunigt vor sich gehen müssen. Es gilt, die fossile Prägung des fossilen Kapitalismus zu verstehen, auch von diesem Abschied zu nehmen. In Deutschland gibt es bereits weit über 800 Bürger Energie Genossenschaften, welche die Träger und Akteure der erfolgreichen Energiewende sind.
    Anfangs von den Stromkonzernen belächelt(bekämpft), welche behaupteten: Photovoltaik oder Windenergie sei eine „Taschenrechner Technologie“ die keine Atomkraftwerke ersetzen kann, ist genau gegenteiliges geschehen, Kohle, Gas und Atomkraftwerke sind unrentabel geworden, ihr wirtschaftlicher Untergang besiegelt, da Photovoltaik und Windenergie bereits weit kostengünstiger sind und den Energiebedarf mehrfach für immer, sauber vor Ort decken können.
    Also bündeln wir unsere Anstrengungen und agieren gemeinsam (Hand in Hand) unserem nächsten Meilenstein – dem postfossilen Zeitalter – entgegen.

    Antwort
    1. DAS!ALLES Autor

      Sehr gerne! Bündeln wir die Kräfte und ja, die Energiewende haben aktive und wache Menschen eingeleitet. Mit den richtigen Technologien am richtigen Standort wird es auch keine PR-Spezialist*innen der Energiekonzern-Lobby brauchen. Mit monströsen Technologien am nicht passenden Standort regt sich naturgemäß Widerstand. Den sollte man ernst nehmen, nicht vom Tisch wischen, nicht schnell schnell Volksbefragungen abhalten, sondern in einen Dialog treten. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, um einander besser verstehen zu lernen und gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für das Waldviertler Wohlviertel zu arbeiten? Herzliche Einladung daher ins Freizeitmuseum Langau am 21.12.2014 ab 19 Uhr!

      Antwort
  3. Pingback: 2015 könnte nicht besser starten! | GrenzlandDemokratie

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