Flächenwidmungsverfahren Windpark-Pläne Brunn/Wild

Via Facebook den Einsatz der Bürgerinitiativen Lebenswertes Sigmundsherberg und Windpark-frei für eine sinnvollere Regionalentwicklung und umweltschonendere Energiewende als 200 Meter hohe Windkraft-Industrieanlagen im Wald unterstützen. Unser Waldviertel schützen. Jetzt.

Ein Gastbeitrag von Ewald Schrenk, Teil der Bürgerinitiative Lebenswertes Sigmundsherberg

In meiner nachfolgenden Stellungnahme erlaube ich mir meine fundierte, negative Stellungnahme zum vorgesehenen Windkraftanlagenbau in der Wild zu übermitteln. Ich hoffe das Dokument ist Ihnen, Herr Bürgermeister, und Ihnen, werte Gemeinderäte, eine Entscheidungshilfe. Ich erwarte mir von Ihnen eine sachliche, aussagekräftige und untermauerte Stellungnahme.

Für Ihre Entscheidung, im Sinne der Bürger und deren Gesundheit, der Umwelt, der Schönheit unserer Heimat wünsche ich Ihnen allen viel Kraft und Weitsicht.

Prolog

Unser Waldviertel, speziell das Gebiet an der Grenze zu Tschechien, wurde über Jahrzehnte hinweg von der Politik vernachlässigt. Nicht zu Unrecht erwarb sich unsere Region den Ruf der Rückständigkeit. Die Waldviertelregion zur Tschechoslowakei war, durch die `Tote Grenze` bis 1989, ein Waisenkind der Politik und ist es auch in den Folgejahren geblieben. Fehlende Arbeitsplätze zwangen und zwingen die erwerbstätige Bevölkerung zum Auspendeln vor allem nach Wien oder Linz. Die fehlenden Arbeitsplätze förderten und fördern die Abwanderung in die Großstadtregionen. Initiativen der Politik Arbeitsplätze zu schaffen scheiterten vielfach, auch durch deren Halbherzigkeit.

Durch fehlende Industrie- und Gewerbegebiete blieb jedoch, im Nachhinein betrachtet, vorteilhafterweise unsere Landschaft nahezu unbeeinträchtigt und von großflächiger Kultur- und Naturraumzerstörung verschont. Viele Menschen, so auch ich, blieben trotz der widrigen Arbeitsumstände ihrer Heimat treu und akzeptierten ein – durchaus kostspieliges – Pendlerdasein. Die schöne Landschaft, die Ruhe, die natürliche Kargheit, die Romantik, die nahezu unversehrte Natur waren ein wichtiger Faktor meiner Entscheidung dazu und, ich unterstelle, dass bei vielen anderen Menschen des Oberen Waldviertels, die ihren Hauptwohnsitz hier behielten, dies auch ein Entscheidungsfaktor war und ist. Nicht ohne Grund hat die Universität Wien in der Nationalparkgemeinde Riegersburg (wie z.B. auch in den Marchauen) eine Zoologische Station in Betrieb genommen.

Seit der Öffnung der Grenze zu Tschechien verändert sich hier langsam einiges. Initiativen wie Xundheitswelt, Kunstakademie Geras, Nationalpark Thayatal usf. bringen qualifizierte Arbeitsplätze und einen langsam aufstrebenden, sanften Fremdenverkehr. Wanderer, Radfahrer und Gesundheitstouristen kommen wegen unserer, im positiven Sinne, `Rückständigkeit`. Das WALDVIERTEL ist zu einer Marke geworden die Ruhe, Stille, Mystik, Romantik, Erholung, Idylle, Zeit für Ruhe und Kontemplation, Weite, Kultur, Natur vermittelt, und in Österreich wie auch in anderen Ländern, z.B. in Deutschland, einen großen Bekanntheitsgrad hat. Eine Zuwanderung von Künstlern, Intellektuellen und Ruhesuchenden auch aus dem Ausland ist evident. Diesen Tourismus, den man, durch fehlende Eingriffe in die Natur und Topographie `sanften Tourismus` nennt, zu fördern bietet Chancen auf leicht erreichbare Arbeitsplätze, Erhaltung durch Nutzung leerstehender Gebäude und dadurch ein Instrument die originäre Bevölkerung zum Bleiben zu bewegen. In vielen Orten setzte durch die Abwanderung und das Auspendeln eine Entwicklung ein, die eine Erhaltung von Gasthäusern und Geschäften unrentabel machte und in der Folge zu deren Schließung führte – auch dem könnte durch einen sanften Tourismus, Erholungs- und Radtourismus entgegengewirkt werden.

Stellungnahme zu den Flächenwidmungsverfahren im Zuge der Errichtung eines Windparks in der Wild

1. Bedenken zur Gesetzgebung

Für den Windkrafttypus der in der WA 15 „Wild“ errichtet werden soll gibt es keine aktuellen Gesetze. Bestehende Gesetze beziehen sich auf Windkraftanlagen – in der Folge als WKA bezeichnet –  mit einer Gesamthöhe von 60 – 70 Metern, die im Projektgebiet geplanten Anlagen sollen eine Rotorspitzenhöhe von über 200 Metern erreichen. Die Leistungsfähigkeit der Anlagen, wird im Vergleich der bisher vom Gesetz berücksichtigten Anlagen weit übertroffen. Eine verstärkte Emission von Lärm und Infraschall ist mit Sicherheit zu erwarten und von der Legislative, durch entsprechende Korrekturen, in die Errichtungsbedingungen einzuarbeiten um Schäden an der Gesundheit der Anwohner, Umwelt und Eigentum hintan zu halten.
Die bestehende Gesetzgebung zu Mindestabständen von WKA, die Gebäude außerhalb der Ortsgrenzen benachteiligt, erscheint im Sinne der Gleichbehandlung wie auch der Menschenrechte fehlerhaft. Nicht logisch erscheint, dass Menschen, die zum Teil schon über Generationen hinweg, in Gehöften, Häuser, Mühlen usf. (die überwiegend Errichtungsbewilligungen und Abgabeverpflichtungen haben) leben, vom Gesetz in ihren Interessen – in diesem Fall Emissionen, vor allem Lärm, Schattenwurf, Infraschall und anderen zum Teil noch unerforschter Gefahren – weniger berücksichtigt und damit extrem gefahrenexponiert werden, somit nicht gleichwert wie andere behandelt werden. Das Wohlergehen, die Lebensqualität, die Gesundheit eines Bevölkerungsteils darf dem Staat und somit dessen Judikatur nicht unterschiedlich beschützenswert sein.

In vielen Regionen Europas, der USA, Australiens lösen hohe Windkraftanlagen verschiedene gesundheitliche Störungen, auch im psychischen Bereich aus. Bisher sind Phänomene wie die Infraschallwirkung nicht ernsthaft, obwohl unabhängig wissenschaftlich untersucht, legistisch berücksichtigt.

Meiner Meinung nach, und das fordere ich vor der Errichtung derartiger Anlagen ein, muss die Legislative die künftigen Betreiber dazu verpflichten entsprechend wissenschaftlich untermauerte Gutachten, die gesundheitliche, psychologische Schäden an Menschen wie auch Schäden am Besitzstand (z.B.: Gebäuden) ausschließen, vorzulegen. Um allfällige auftretenden Schäden an Leib und Leben wie auch an Besitztum zu verhindern sind vom Gesetzgeber, auf die jeweilige Anlagenart, Anlagenhöhe, Anlagenleistung einzugehen um den jeweiligen Stand der Technik rechtlich zu Widerspiegeln.

Für Schadenersatzfälle müssen vom  Gesetzgeber von den Anlagebetreibern entsprechende Fonds, Versicherungen oder Haftungs-träger (die nicht die öffentliche Hand – also wir – sein sollten) ver-pflichtend und nachweislich verlangt werden. Im gleichen Zuge sollte rechtlich die Beweislast dem Anlagebetreiber zugeschrieben werden da der „normale Staatsbürger“ gegen einen Stromkonzern wie einen Betreiber in der Größenordnung „EVN Naturkraft Erzeugungs-gesellschaft MbH.“ von vornherein benachteiligt ist weil derartige Unternehmen problemlos den Instanzenzug ausschöpfen können; dem Bürger sind da oftmals finanzielle Grenzen im Verfahren selbst wie auch in Bezug auf Gutachterkosten gesetzt.

Ich fordere daher die Antragsteller auf die im Gebiet WA 15 WKA zu errichten auszusetzen bis die Legislative Regelungen die dem Stand der Technik und den Gesundheitsgefahren, nach wissenschaftlichen Forschungen entsprechend, die derzeitigen – auf wesentlich kleineren Anlagen konzipierte Gesetze –  entsprechend angepasst hat und die gesundheitlichen Auswirkungen dieser `Neuen Technik` – über 200 Meter hohe Anlagen – nicht wissenschaftlich erforscht und die gesundheitliche Unbedenklichkeit hinsichtlich Lärmentwicklung, Beschattung, Infraschall, Umzingelungseffekte erwiesen ist.

Ich ersuche die zu befindenden Behörden daher, um ein Verwehren der Absicht im Gebiet WA 15 WKA zu errichten bis in der aktuellen Gesetzgebung sich der aktuelle Stand der Technik widerspiegelt die dem Ansinnen der Betreiber gerecht wird.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

2. Bedenken zu Risken von Leib und Leben durch Lärm

 Das Betreiben von Windkraftanlagen verursacht eine Erhöhung von Umgebungsschall die bei einem Abstand der Anlagen von 1200 Metern oftmals mit einer Verdoppelung manchmal mit einer Verdreifachung (auch höher) des natürlich vorhandenen Umgebunglärmes beschrieben wird. In einer ländlichen ruhigen Region, wie das Waldviertel es ist, kann das nicht hingenommen werden. Im 750 Meter Abstandsgebiet ist eine noch viel höhere Lärmbelastung zu erwarten und somit kann von dauerhafter gesundheitsschädlicher Einwirkung ausgegangen werden.

Ich fordere daher von den Errichtungswerber eine sofortige Aussetzung des Ansinnens zur Errichtung von WA 15, weil ich durch deren Auswirkungen auf die Bevölkerung in den benachbarten Gemeinden – das gesundheitliches Wohlergehen durch die Errichtung derartiger Anlagen, gefährdet und beeinträchtigt sehe.

Ich ersuche die zu befindenden Behörden daher, aus obig genanntem Grund, ein Verwehren der Absicht im Gebiet WA 15 WKA zu errichten auszusprechen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen in der Wild zu errichten aus oben angeführten Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

2a. Bedenken der Risken für Leib , Leben und Eigentum durch Feuer

Windkraftanlagen inmitten unserer Wälder sind ein Novum. Bekannt ist, dass es Vorkommnisse gibt und gab wo durch Überbeanspruchung, technischer Defekte, Blitzeinschläge, usf.  Feuerereignisse an WKA ausgelöst wurden. Bei den von den Betreibern geplanten Masthöhen, die sich im Bereich von 140 Metern und höher bewegen, sind unsere, auch wenn hochtechnisierten Feuerwehren, im Brandfalle vor unlösbare Probleme gestellt. Brennende Teile der WKA stürzen ab, fallen in den Wald und verursachen dort wieder Feuer. Findet  so ein Ereignis  in einem niederschlagsarmen Sommer bei Starkwind statt kann man sich die folgenschwere Auswirkung auf die nahe gelegenen Niederlassungen, oft in unmittelbarer Nähe zum Waldrand, vorstellen.

Ich fordere daher die Antragswerber auf alle ihr Vorhaben im Gebiet WA 15 WKA zu errichten einzustellen.

Ich ersuche daher die zu befindenden Behörden eine sofortige Aussetzung der Beantragung zur Errichtung von WKA  im Gebiet WA 15 „Wild“ wie auch an allen anderen Waldstandorten auszusprechen bis entsprechende gesetzliche Maßnahmen verordnet sind die den Betreibern eine Vorsorgepflicht für Brandfälle wie automatisch- technische Brandbekämpfungs-einrichtungen an den WKA selbst, wie auch die technischen Mittel zur effektiven Bekämpfung von großräumigen durch brennende WKA ausgelösten Waldbränden auf deren Kosten vorschreiben.

Alle dafür notwendigen Aufwendungen wie etwa Bereitstellung von  im Schadensfall notwendigen Löschmittel (Löschwasser), Wasserreservoirs auch in exponierten Lagen, Zusatzausrüstung von Ortsfeuerwehren, Übungseinsätze usf. sind vom Betreiber – nicht von der Kommune oder öffentlicher Hand – auf seine Kosten vorzusehen und entsprechend notwendige Mittel und Personal bereitzustellen.

Folgeschäden an Leib und Leben Betroffener und Sachschäden sind vom Betreiber von vorne herein zu verhindern, und so dies trotzdem nicht wirkungsvoll ist auch in jeder möglichen Form allfällige Schäden an Leib, Leben und Eigentum abzugelten. Entsprechende Versicherungsabkommen, Rücklagen etc. hat der Betreiber nachzuweisen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15  „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Bedenken zu Wertverlusten an Haus- und Grundbesitz

In allen von Windkraft genutzten Gebieten Europas, den USA wie auch Australiens kommt es im Umraum, bedingt durch Landschaft- und Naturzerstörung, Betriebslärm und gesundheitsschädlichen Emissionen durch den Betrieb der WKA  zu massiven Wertverlusten an Häusern und Baugrundstücken, viele werden unverkäuflich. Ich bezeichne diesen Wertverlust als `Stille Enteignung`.

Ich fordere daher die Antragsteller auf vom Vorhaben im Gebiet WA 15 „der Wild“ abzusehen.

Ich ersuche die Behörden, um unsere ohnehin schon „arme“ Region nicht noch mehr abzuwerten das Vorhaben der Antragsteller im Gebiet WA 15 „der Wild“ WKA zu errichten im Gesamten abzuweisen. Viele Bürger der betroffenen Gemeinden würden durch das Vorhaben WKA im Waldviertel im Bereich WA 15 „der Wild“ zu verwirklichen, messbaren wirtschaftlichen Schaden erleiden.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15  „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzu-nehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Bedenken zu regional- volkswirtschaftlichen Risken

Das Waldviertel in dem auch meine Heimatgemeinde liegt ist seit Generationen, ein wirtschaftlich armes Land. Grund dafür ist vor allem die Lage an der Grenze zu Tschechien, die bis 1989 eine tote, unpassierbare war. Betriebsansiedlungen sind rar und damit  Arbeitsplätze ebenso. Dies zwingt auch heute noch viele Bewohner ein Pendlerdasein in Kauf zu nehmen oder Abzuwandern. Auszupendeln erlaubt durch die anfallenden Kosten, vielfach nicht sein Vermögen zu vermehren sondern im Gegenteil oft ist es aus Zeit- und Geldgründen nur unter sehr großen Entbehrungen möglich seinen kargen Besitzstand auf dem Stand der Technik zu erhalten. Der Politik ist es trotz ihrer „Bemühungen“ die sich oft in nicht viel mehr als der Installation eines „Waldviertelbeauftragten“ erschöpfte nicht gelungen diesem Pendlerdasein entgegenzuwirken. Viele Menschen der Region, auch in der Region um die „Wild“, wanderten ab.

Seit der Grenzöffnung 1989 und dem Beitritt Tschechiens zur EU ändert sich in der Region, zwar langsam einiges. Unsere regionale Rück- schrittlichkeit hatte auch ein positives: unsere Landschaft wurde nicht wie fast überall anders durch Industrie- und Gewerbeansiedlungen zerstört. Großräumig wurde unsere Landschaft, unsere Kultur- und Naturräume, unsere Wälder unversehrt bewahrt. In vielen Regionen Österreichs und Europas ist dies nicht so. Diesen Vorteil kann die Region langsam und Schritt für Schritt nutzen. Findige, zukunfts-orientierte Menschen erkannten diese Möglichkeiten schon sehr früh. Ich erwähne hier den Altbürgermeister Norbert Kellner. Er war über viele Jahre hinweg Bürgermeister von Riegersburg und nach Vereinigung zur Großgemeinde bis zu seiner Pensionierung Bürgermeister von Riegersburg- Hardegg und ist nunmehr Ehrenbürger. Er war mit anderen Bürgern einer der wichtigsten Initiatoren des grenzüberschreitenden Nationalparks Thayatal – Podyjí. Die Wertschöpfung für die unmittelbare Bevölkerung ist evident. Nachhaltige Arbeitsplätze durch den Nationalpark und im Fremdenverkehr sind entstanden. Ein anderes Beispiel unter vielen sind die Verdienste des nunmehrigen Altabts vom Stift Geras Univ.-Prof. Dr. Joachim F. Angerer, seine Initiative Kunstkurse in Geras abzuhalten, den Ausbau des historischen Schüttkastens und Maierhofes zum Hotel und des Stifts Pernegg zum Fastenzentrum, machte Geras zu einem weitbekannten, viel besuchten, vielgebuchten Ort. Dank der großen Nachfrage zu diesem Angebot konnten viele in der Großgemeinde Privatzimmer errichten und Ferienwohnungen vermieten.

Die Besucher die nun kommen schätzen die Ruhe, die Beschaulichkeit, die Natürlichkeit, das Geheimnisvolle, das Unverdorbene Unverbrauchte unseres Landstrichs. Man trifft hier viele Rad- und Wanderurlauber. Viele Menschen schätzen und besuchen die Burgen, Ruinen, Schlösser, Stifte und viele andere Kulturgüter die unsere Region hat.

Das `WALDVIERTEL` ist mittlerweile zu einer Marke geworden die vor allem die oben angeführten Eindrücke vermittelt.

Eine Beeinträchtigung unserer Landschaft mit Windkrafträdern würde alle diese touristischen Entwicklungsmöglichkeit, auch an der Wild zerstören.

Unsere unverbrauchte Landschaft hat in den letzten Jahren den Zuzug in diese Region gefördert. Naturliebhaber, Ruhebedürftige, Künstler, Intellektuelle auch aus dem Ausland erwerben hier Anwesen, leben und arbeiten hier.

Ich fordere daher die Antragsteller aus obig genannten Erwägungen auf, die von ihnen geplanten Vorhaben, im Gebiet WA 15 „der Wild“, wie auch künftig im gesamten Waldviertel, WKA zu errichten abzusehen.

Ich ersuche die zu befindenden Behörden um eine negative Bescheidung im Gebiet WA 15 „der Wild“ WKA zu errichten um die wirtschaftliche Zukunft der genannten Region und ihrer Bürger nicht zu zerstören.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15  „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Bedenken zu Risken hinsichtlich der Belange des Naturschutzes, des Umweltschutzes, des Schutzes gefährdeter Arten, des Schutzes geschützter Arten, des Schutzes von Natura 2000 FFH-Schutzgebieten, des Schutzes von Natura 2000 Vogelschutzgebieten, des Schutzes von Landschaftsschutzgebieten, des Schutzes von Naturschutzgebieten, des Schutzes des Karpaten – Alpen Wildtierkorridors

Die Wälder des Waldviertels sind seit vielen Jahrzehnten in ihrer Ausdehnung unversehrt. Die Nutzung vieler kleinbäuerlicher Waldbesitzer beschränkte sich überwiegend auf den Eigenbedarf. Bei größeren Waldbesitzungen wird auch der kleinräumig, regionale Bedarf gedeckt. Vielfach wurde Holz nicht durch große Kahlschläge geerntet sondern einzelne „erntereife“ Bäume geschlägert, so dass der  Unterbewuchs an Jungbäumen den Nachwuchs bildete, somit wurde also der Wald kleinräumig verjüngt. Dadurch war es den Wäldern möglich ein sehr ursprüngliches Aussehen zu bewahren und, dadurch begünstigt, auch, eine naturnahe, artenreiche Flora und Fauna zu erhalten. Eine große Artenvielfalt in diesen Lebensräumen ist die Folge. Wälder wie hier konnten anderswo nur durch Unterschutzstellung erhalten werden. Dokumentiert sind in unseren Wäldern die Vorkommen von 22 der insgesamt 28 heimischen auch gefährdeten und vom Aussterben bedrohter Fledermausarten, der Wildkatze (Sichtungen auch außerhalb des Nationalparks Thayatal), des Schwarzstorchs, des Weißstorchs, des Seeadlers, des Uhus, der Kornweihe, des Raubwürges, der Wiesenweihe, des Raufußkauzes, des Mittelspechts, des Kolkrabens, des Kammmolchs, des Moorfrosches, der Rotbauchunke, der Gelbbauchunke, des Laubfrosches, um nur mir bekannte Tiere zu nennen. Laichplätze, Brutplätze und Nistplätze konnten beobachtet und nachgewiesen werden. Im Zusammenwirken bieten unserer Fluss- und Teichlandschaften, Moor- und Wiesengebiete und unsere Wäldern ideale Nahrungsbeschaffungsquellen.

Die Strategische Umweltprüfung, berücksichtigt meines Erachtens die Wechselwirkungen und Wechselabhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Schutzgebieten und Landschaftsbestandteilen (Wald, Wiese, Moor  nicht im genügenden Ausmaß. FFH- Schutzgebiete wurden nicht berücksichtigt und Pufferzonen nicht vorgesehen. Die Begutachtung in der SUP erschöpft sich in Stehsätzen und liefert keine nachvollziehbare faktische Begründung und ist in vielen Teilen unvollständig und fehlerhaft. Bei Beschreibung der Wälder wurde vielfach der `Naherholungswald von besonderem öffentlichen Interesse` negiert obwohl sowohl die Anwohner als auch Besucher den Wald für Spaziergänge, Radtouren und Laufsportausübung nutzen.

Die geplanten WKA im Bereich WA 15 „der Wild“ würden massive negative Eingriffe in die bestehende Waldlandschaft erfordern. Rodungen würden die Lebens-, Futter- und Brutplätze extrem verringern, Reviere verkleinern und durchschneiden. Industrielärm durch den Betrieb der WKA würde scheue, geschützte Tierarten (z.B.: Wildkatze, wahrscheinlich Korridor) unwiederbringlich, oder zumindest langfristig vertreiben. Infraschall würde die Orientierung und Futtersuche von Fledermäusen beeinträchtigen oder verhindern. Durch die Rotoren der WKA selbst würden Vögel in ihrer Nahrungssuche beeinträchtigt und gestört die Versorgung der Brut nicht mehr ausreichend gegeben sein. Zugvögel würden durch die Höhe der WKA in ihrem Zugverhalten beeinträchtigt werden. Viele Vögel und Fledermäuse würden nachweislich durch die Rotorblätter der WKA getötet werden. Internationale Wildtier- und Zugvögelkorridore würden durch die geplanten WKA in den Wäldern zerschnitten und massiv beeinträchtigt werden (Alpen – Karpaten Wildtierkorridor). Das zu Teil vernässte Waldgebiet würde durch die Errichtung von Zufahrtsstrassen und im Boden verbrachte Stromleitungen unzulässig drainagiert, und somit ein selten gewordenes Biotop unwiederbringlich zerstört. Der ortsansässigen Bevölkerung, wie auch Besuchern aus dem In- und Ausland, würden die attraktivsten Erholungs- und Freizeit- sportmöglichkeiten genommen (im Gebiet vorhandene Rad- und Wanderwege).

Die entsprechenden vorgelegten Gutachten scheinen sehr widkraftaffin, manche angeführte Aussagen scheinen nach Recherchen im Internet schlichtweg falsch und unvollständig, Fotomaterial ist irreführend und stammt von einem Windkraftunternehmen. Die Behörden sollten sich überlegen ob derartige Befundungen nicht den Tatbestand der Täuschung oder des Betruges erfüllen.

Ich sehe im geplanten Vorhaben der WKA- Betreiber eklatante Auswirkungen gegen unsere Tier- und Pflanzenwelt und gegen deren gesetzlichen Schutz und fordere daher die Antragsteller auf, aus den obigen  Erwägungen von ihren Vorhaben im Gebiet WA 15 „der Wild“ wie auch in den anderen Waldgebieten des   Waldviertels WKA zu errichten völlig abzusehen.

Ich ersuche die zu befindeten Behörden die Errichtung der beantragten WKA im Gebiet WA 15 „der Wild“ aus berechtigten Naturschutzgründen wie auch aus dem Grunde, dass der ortsansässigen Bevölkerung, den Besuchern und Touristen nahezu alle wertvolle Flächen für Freizeit und Sport entzogen würden vorbehaltlos abzulehnen und in Zukunft auf wissenschaftlich fundierte, nachweisbare, renommierte sach-liche und fachliche Begutachtung zu achten um gegebenenfalls Gutachter die dem nicht entsprechen künftig auszuschließen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Bedenken zu Risken Natura 2000 Vogelschutzgebiet „Truppenübungsplatz Allentsteig

Das Natura 2000 Vogelschutzgebiet „Truppenübungsplatz Allentsteig grenzt im geplanten Projekt WA 15 „die Wild“ auf 1,2 Kilometer an die geplante industrielle Widmung. Riesige (über 200 m an der Rotorspitze hohe) WKA in einer Vielzahl würden für viele Vogelarten eine unüberwindliche wie auch tödliche Gefahr darstellen. Versorgungsflüge der Vögel für den Nachwuchs zu den Brutrevieren des Natura 2000 Vogelschutzgebietes „Truppenübungsplatz Allentsteig würden gestört und in vielen Fällen sind tödliche Folgen für das Elterntier durch die Rotoren zu erwarten deren Tod  ein verhungern der Jungtiere verursacht.

Generell wird durch 200 Meter hohe Industriebauten der Zu- und Abflug der Vogelarten stark beeinträchtigt, das Ausbreitungs- und Brutverhalten gestört wenn nicht verhindert und die Nahrungsbeschaffung erschwert. Gleiche Argumente treffen auch auf alle Fledermausarten zu. Die im Natura 2000 Vogelschutzgebiet „Truppenübungsplatz Allentsteig vorkommenden Tierarten sind allgemein bekannt, deren Futterbeschaffungs- und Jagdverhalten ebenso. Entsprechend weiträumige Pufferzonen die Nahrungs-beschaffungsgebiete berücksichtigen, Ein- und Abflugzonen und entsprechende Bodenkorridore wurden nicht vorgesehen.

Viele Wissenschaftler haben ihre Bedenken zu derartigen Windkraft-Vorhaben geäußert, den Gutachtern in diesen Verfahren sind derartige, simple Erkenntnisse offensichtlich erspart geblieben. Für mich sind die Bedenken der renommierten Wissenschaftler nachvollziehbar somit schließe ich mich als Laie deren Argumenten vorbehaltlos an.

Zusätzlich wird durch die Errichtung von WKA eine mögliche Ausweitung des Natura 2000 Vogelschutzgebiet „Truppenübungsplatz Allentsteig, über seine aktuellen Grenzen hinaus für die Zukunft verhindert.

Ich sehe im geplanten Vorhaben der WKA- Betreiber eklatante negative Auswirkungen gegen unsere Tier- und Pflanzenwelt im Natura 2000 Vogelschutzgebiet „Truppenübungsplatz Allentsteig  wie auch im Gebiet WA 15 „der Wild“ und gegen deren gesetzlichen Schutz und fordere daher die Antragsteller auf aus den obigen  Erwägungen von ihrem Vorhaben am Rande des Natura 2000 Vogelschutzgebiets „Truppenübungsplatz Allentsteig den WA 15 „an der Wild“ zu errichten wegen ihrer weitflächigen Auswirkungen auf das Natura 2000 Vogelschutzgebiets „Truppenübungsplatz Allentsteig, völlig abzusehen. Die Waldbesitzer im Besonderen ersuche ich die Waldflächen in „der Wild“ unberührt von WKA der Bevölkerung und unseren Gästen zur Verfügung zu stellen.

Ich ersuche die zu befindeten Behörden die Errichtung der beantragten WKA aus berechtigten Naturschutzinteressen, und wegen der internationalen Vereinbarungen zum Schutz der Natur abzulehnen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Summationseffekte: AKW – WKW

Das nördliche Waldviertel ist, durch grenznahe Atomkraftwerke bei allfälligen Störungsfällen, ein besonders gefährdetes Gebiet. Im Falle eines „GAUS“ oder „SuperGAUS“ müssten große Gebiete hohe Strahlungswerte in Kauf nehmen und schnellstmöglich, für immer, geräumt werden. Angesichts dieser möglichen Bedrohung ist es purer Hohn wenn man unsere Heimat, unter dem Vorwand Erzeugung „Grüner Energie“, durch gigantische, vertikale Energieerzeugungs-bauten, gesetzlich gedeckt, unsere Landschaft und wirtschaftliche Zukunft zerstört. Wenn wir und die Politiker unseres Landes uns schon nicht gegen das Bedrohungsszenario AKW zur Wehr setzen können, darf man uns nicht zusätzlich auch noch die Szenarien „Windkraft“, „Windpark“ mit all ihren ökologischen, gesellschaftspolitischen Problemen und gesundheitlichen und psychologischen Bedrohungs-effekten aufzwingen.

Ich sehe auch in diesem Zusammenhang eine wirtschaftliche, ökologische und psychologische und gesundheitliche  Gefährdung der Bevölkerung der Region „Wild“ und fordere von den betreibenden Antragstellen ein völliges Abgehen von ihren Plänen zur Errichtung von WKA Gebiet WA 15 „der Wild“.

Ich ersuche die darüber zu befinden Behörden aus diesen Summationsgründen für die Betroffenen die Errichtung der beantragten WKA- Anlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ abzulehnen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Bedenken zum gesamtwirtschaftlichen Nutzen

Ich stelle, bei Berücksichtigung  aller Anwohnerinteressen, der Interessen des Naturschutzes, des Landschaftsschutzes, des Klimaschutzes (CO2) die Wirtschaftlichkeit der geplanten WKA in Frage. Windkraftanlagen verursachen vielerlei Kosten die Vermeidung von Risken für die betroffenen Anrainergemeinden, die deswegen oftmals nicht vorgeschrieben werden, verursachen sehr hohe Kosten.

Das Waldviertel ist an sich nicht windkraftoptimal, errechnete Windausbeuten werden auch an günstigen Standorten in Österreich oftmals und langfristig nicht erreicht. Der erzeugte Strom ist ohne Zusatzzahlungen der Nutzer nicht rentabel zu verkaufen. Die notwendige Verkehrsinfrastruktur ist teuer zu errichten und instand zu halten und verbraucht wie auch die notwendigen Hochspannungs-masten zudem in Summe große Flächen. Die Verträge zur Auflassung von WKA beinhalten in der Regel nicht die Kosten von eventuellen Aufforstungen, der Rückbauten von Zufahrtswegen, der Demontage von Betonfundamenten den Abbau von Umspannwerken, den Stromleitungen und deren Trassen. Fraglich ist wer diese Kosten bei allfälliger Insolvenz oder gar Konkurs des jeweiligen Unternehmens trägt. Ich befürchte, dass diese Kosten eines Tages der Steuerzahler und Bürger via Gemeinde übernehmen wird müssen.

Ich fordere daher auch aus diesem Grund die künftigen Betreiber und Antragsteller für die Errichtung von WKA in der „Wild“ auf, entweder klar und definiert allfällige künftige Rückbaukosten zu tragen und entsprechende wertgesicherte Rücklagen nachweisbar anzulegen, oder auch aus den schon vorher genannten Gründen, vom Vorhaben zur Errichtung von WKA im gesamten Projektgebiet abzusehen. Ich ersuche die darüber zu befindende Behörden meinem Ansinnen nach, entsprechende Auflagen dem Antragswerber vorzuschreiben oder das Vorhaben des Antragswerbers zurückzuweisen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Zerstörung des Landschaftsbilds

Durch die Verstellung des Horizonts von 200 Meter hohen, vertikalen Industriebauten, im Bereich WA 15 „der Wild“, kommt es zu einer massiven optischen Beeinträchtigung der Landschaft. Die betroffenen Menschen in den umgebenden Ortschaften fühlen sich optisch eingeengt, und leiden dadurch. Die hügelige weite Topographie unserer Landschaft und die Höhe der geplanten Anlagen ermöglicht es diese aus weiter Distanz Wahrzunehmen. Dies wiederum ergibt, dass ein großer Teil der Bevölkerung vom Phänomen einer zerstörten, industrialisierten Landschaft betroffen sein wird.

Ich fordere daher, auch aus diesem Grund die künftigen Betreiber und Antragsteller für die Errichtung von WKA im Bereich WA 15 „der Wild“ auf von ihrem Vorhaben zur Errichtung von WKA im gesamten Projektgebiet abzusehen.

Ich ersuche zudem die darüber zu befindenden Behörden aus dem oben genannten Grund das Ansinnen der Antragsteller ne Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

  1. Die Rolle der Kommunen als `Förderer des Baus von WKA`

Viele Bürgermeister und Gemeinderäte in der betroffenen Region sehen, durch allfällige Zahlungen der Windkraftbetreiber, eine künftige Wertschöpfung durch die Errichtung von WKA für ihre Gemeinde. Die Gemeindebudgets sind knapp und vielfach hat man sich bei riskanten Spekulationsgeschäften zusätzlich verschuldet. Sie erkennen nicht, dass die negativen Auswirkungen auf die Bürger, auf die Landschaft, auf das Ortsbild in der Landschaft, einen hohen Preis darstellen, den in der Zukunft die Bürger zu zahlen und die Kommunalpolitiker verantworten zu haben werden. Anstatt kreativ und langfristig die natürlichen Vorteile unserer unverbrauchten Landschaft zu nutzen um eine regionale wirtschaftliche Wertschöpfung zu erhalten zerstört man sie und setzt alle Hoffnung auf Preisgelder der zerstörenden Windkraftindustrie. Die Windkraftindustrie wird nicht wie versprochen   Arbeitskräfte für die Region bringen, keine Abwanderung verhindern, kein endgültiges Zusperren von kleinen Nahversorgern verhindern sondern im Gegenteil diese Tendenz noch zusätzlich fördern. Wenn unsere Kommunen ein bisschen Pioniergeist (ich verweise auf den Altbürgermeister von Hardegg Norbert Kellner auf Altabt Dr. Joachim Angerer in Geras und viele andere) entwickeln würden und ihre Risikobereitschaft sich nicht bloß in dubiose verlustreiche Spekulationen erschöpfen würde, könnte man z.B.: leer stehende Gebäude in Ortskernen ankaufen, sanft renovieren und als Ferienwohnung oder Appartement widmen. Stück für Stück. Langsam würde sich ein sanfter, weder für den Einheimischen noch dem Gast störender Wirtschaftsfaktor finden. Dem Beispiel der Gemeinden würden Private die ein leerstehendes Anwesen besitzen folgen. Gasthäuser und kleine Nahversorger würden durch Steigerung der Umsätze nicht mehr wie jetzt – oft für immer – zusperren müssen. Sanfter Tourismus, der weder in das Ortsbild noch in die Umwelt negativ eingreift ist nahezu die einzige wirtschaftliche Zukunftshoffnung in der Region „Waldviertel“, somit auch an der Wild.

Ich fordere daher, aus diesem Grund die künftigen Betreiber und Antragsteller für die Errichtung von WKA im Gebiet WA 15 auf von ihrem Vorhaben zur Errichtung von WKA im gesamten Projektgebiet abzusehen.

Ich ersuche die darüber zu befindenden Behörden aus dem oben genannten Grund das Ansinnen der Antragsteller negativ zu bewerten und abzuweisen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

2. Regionale Wertschöpfung, regionale Arbeitsplätze

Die Errichtung von WKA im genannten, gesamten Projektgebiet im `Oberen Waldviertel` stellt keinerlei Vorteil für die betroffene Region dar. Generell ist in Österreich, auch durch das Vorhaben im Gebiet WA15 ein Tabubruch nämlich Windkraftanlagen in Waldgebieten zu errichten erkennbar. Die Errichtung von WKA im Wald bietet an „Nachhaltigkeit“ nur Zerstörung der Landschaft der Natur und der Umwelt. Nachteile für die betroffenen Kommunen und die ansässige Bevölkerung sind zu erwarten. Kein Atomkraftwerk weder in unserer Nähe noch weltweit wird durch die Errichtung einer Windparkanlage im Waldviertel geschlossen; Österreich selbst betreibt kein AKW. Keines unserer Nachbarländer wird seine AKW- Ausbaupläne wegen der österreichischen Wind- und Alternativenergieerzeugung abändern. Weder regionale Arbeitsplätze noch Wertschöpfung sind zu erwarten.

Ich fordere daher aus diesem Grund die künftigen Betreiber und Antragsteller für die Errichtung von WKA im Gebiet WA 15 auf von ihrem Vorhaben zur Errichtung von WKA im gesamten Projektgebiet ersatzlos abzusehen.

Ich ersuche zudem die darüber zu befindenden Behörden auch aus den oben genannten Gründen das Ansinnen der Antragsteller negativ zu bewerten und abzuweisen.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

3. Staatliches Abkommen zur CO2 – Bilanz, Biosprit

Österreich hat sich, vorgeblich um das Weltklima zu retten, zu einer Reduzierung der CO2- Bilanz in einem Ausmaß verpflichtet, dass nicht erreichbar ist. Die „Erfolge“ sind in einer jährlichen Steigerung an CO2- Ausstoß dokumentiert. Wirtschaftsriesen wie die USA, China und Russland sind dieser Verpflichtung nicht beigetreten. Die vorgeblichen Bemühungen der österreichischen Politik scheinen mir als wollte man mit einer Nussschale den Atlantik leerschöpfen.

Wir verlangen – selbstgerecht und verlogen – von wirtschaftlich viel ärmeren Ländern zu Recht, dass sie ihre Regenwälder schützen und erhalten. Im gleichen Zug importieren wir aus diesen Gebieten Palmöl für dessen Erzeugung Regenwälder gerodet werden. Wir setzen „Biotreibstoffe“ die wir als Palmöl importieren, und Pflanzenöl das wir in eigener Intensivlandwirtschaft – unter massivem Einsatz von Herbiziden, Pestiziden, Fungiziden und anderen ungenannten Lebens- oder Umweltgiften, mittels künstlicher Ernährung, also Kunstdünger – weil unsere Böden schon lange ausgelaugt und kaputt sind – produzieren, dem Erdöl zu.

Wir zerstören unsere Wälder und stellen WKA hinein wegen der CO2- Bilanz und der Biostrom- Lüge.

Wälder stellen einen wichtigen Faktor bei der CO2- Bindung dar, im Gegenzug geben sie auch noch Sauerstoff an die Umwelt ab und binden eine Unmengen an Feinstaub. Wenn wir Windkrafträder in den Wald stellen zerstören wir große Waldgebiete ersatzlos. Ersatzpflanzungen sind nicht vorgesehen. Bei einer möglichen Verdichtung der WKA in den Folgejahren würde der gesamte zusammenhängende Waldstandort, über viele Jahrzehnte also, „nachhaltig“ geschädigt und zerstört.

Meiner Meinung nach ist jeder Waldbesitzer, vor allem jene denen große Waldbestände eigen sind, angehalten, die Österreichischen Gesetze einzuhalten und moralisch verpflichtet das „Erbe Wald“ so natürlich wie möglich zu erhalten. Der Schutz von Natur und Arten, dem Bedürfnis der Bevölkerung auf Erholung und reine Luft sind durch sorgsame Pflege Bewirtschaftung und Erhaltung dieser Besitzungen Rechnung zu tragen. Durch die Errichtung von WKA würden großräumig wertvolle Natur- und Waldflächen zerstört.

 Ich fordere daher, auch aus diesem Grund die künftigen Betreiber und Antragsteller für die Errichtung von WKA im Gebiet WA 15 „der Wild“ auf von ihrem Vorhaben zur Errichtung von WKA im gesamten Projektgebiet und grundsätzlich in allen Wäldern ersatzlos abzusehen.

Ich ersuche zudem die darüber zu befindenden Behörden auch aus dem oben genannten Gründen das Ansinnen der Antragsteller negativ zu bewerten und abzuweisen. Im Falle einer Bewilligung von WKA in Waldgebieten ersuche ich die Behörden Auflagen zu erteilen die die Betreiber verpflichten, auf ihre Kosten, Ersatzpflanzungen anzulegen die vor Inbetriebnahme der geplanten WKA in Waldgebieten die gleichen Mengen CO2 binden, im gleichen Ausmaß Sauerstoff produzieren und Feinstoffe binden. Wissenschaftliche Studien und begleitende Kontrollen zu dieser Thematik wären auf Kosten der Betreiber und nicht auf Kosten der Allgemeinheit vorzuschreiben.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

4. Neue Erkenntnisse über gesundheitliche Schäden durch großdimensionierte Windkraftanlagen

Neueste internationale Forschungen belegen vermehrte Gesundheitsbeeinträchtigungen und Gesundheitsschäden durch Infraschall großdimensionierter Windkraftanlagen. Die Wiener Ärztekammer wie auch die Deutsche Ärztekammer warnen davor. Im Umkreis von 2000 Metern treten gehäuft Gesundheitsschäden durch Infraschall auf. Betroffen davon sind etwa 40% der Anwohner.

Ich fordere daher aus diesem Grund die künftigen Betreiber und Antragsteller für die Errichtung von WKA im Gebiet WA 15 auf von ihrem Vorhaben zur Errichtung von WKA im gesamten Projektgebiet ersatzlos abzusehen.

Ich ersuche zudem die darüber zu befindenden Behörden auch aus den oben genannten Gründen das Ansinnen der Antragsteller negativ zu bewerten und abzuweisen und auf entsprechende gesetzliche Regelungen hinzuarbeiten.

Ich fordere den Bürgermeister und den Gemeinderat auf das geplante Vorhaben, Windkraftanlagen im Gebiet WA 15 „der Wild“ zu errichten aus obigen Gründen ersatzlos zurückzunehmen und eine allfällige Widmung endgültig auszusetzen.

*** Ende ***

Via Facebook den Einsatz der Bürgerinitiativen Lebenswertes Sigmundsherberg und Windpark-frei für eine sinnvollere Regionalentwicklung und umweltschonendere Energiewende als 200 Meter hohe Windkraft-Industrieanlagen im Wald unterstützen. Unser Waldviertel schützen. Jetzt.

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