Sigmundsherberg und Stift Geras setzen weiter auf lahmes Windkraft-Pferd

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Der Wald in der vom Land NÖ freigegebene Windkraftzone WA 20 soll millonenschweren Konzernträumen geopfert werden. (Grafik: Land NÖ)

UNBEDINGT DIESE DOKU ANSCHAUEN, denn die Sinnhaftigkeit von Investitionen in konventionelle Windkraft-Technologien wird mehr und mehr fragwürdig…
Via Facebook den Einsatz der Bürgerinitiativen Lebenswertes Sigmundsherberg und Windpark-frei für eine sinnvollere Regionalentwicklung und umweltschonendere Energiewende als 200 Meter hohe Windkraft-Industrieanlagen im Wald unterstützen. Unser Waldviertel schützen. Jetzt.
Ich möchte heute zu den in den Tips Horn in deren Print-Ausgabe vom 4. September zitierten Aussagen von Abt Michael Proházka und Bürgermeister Franz Göd Stellung beziehen, die als große Befürworter der gigantischen Kraftwerkpläne am Gemeindegebiet von Sigmundsherberg offenbar den Einflüsterungen der PR-Spezialisten gewisser Energiekonzerne Vertrauen schenken.
Ich vermisse bis dato eine persönliche Auseinandersetzung mit den berechtigten Einsprüchen sowohl aus der Bevölkerung als auch aus Expertenkreisen. Ich verstehe nicht, wozu Abt Michael Stammtischweisheiten à la „Wer gegen die Atomkraft ist, muss ohne wenn und aber für die Windkraft sein“ vertritt, wenn doch bekannt ist, dass auch wenn wir 100 oder gar 1000 Kraftwerktürme von 200(!) Meter Höhe in unsere Landschaft stellen kein einziges AKW in Tschechien abgeschaltet werden wird. Die Regierung in Prag lässt sich in ihre Energiepolitik ebenso wenig dreinreden wie unsere.
Weshalb setzen sich der Abt und Sigmundsherbergs Bürgermeister für genau diese Form der Nutzung von Alternativenergien ein? Es gibt ausreichend andere, umweltschonendere Möglichkeiten, die den Wert von Grund und Boden in unserer Gegend nicht in Gefahr bringen würden wie der geplante Windpark, der doch wirklich ein Nachzügler einer längst überholten und veralteten Entwicklungsdenke wäre!
Gehen wir doch zukunftsweisende, nicht unsere Zukunft (und Landschaft!) verbauende Wege.
Das Argument von Franz Göd, dass durch die Kraftwerkriesen zusätzliches Geld in die Gemeindekasse gespült wird, ist nicht nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass das Land Niederösterreich möglicherweise seinen Gemeindebudget-Zuschuss reduzieren wird, sobald Sigmundsherberg sein Defizit aufgrund höherer Einnahmen verringern kann.
Was bliebe dann im Falle des Falles vom „größten Bau seit der Errichtung der Franz-Josefs-Bahn“? Ein Nullsummenspiel in der Gemeindekassa, viel zerbrochenes Porzellan zwischen Politik, Kirche und Bevölkerung und eine vertane Chance unserer Region eine Zukunft jenseits des Ausverkaufs an Banken und Energiekonzerne zu bieten.
Da sagt uns doch der Hausverstand runter vom Gas, innehalten, sich mit allen an einen Tisch setzen und bessere Lösungen mit und nicht gegen Natur und Bevölkerung suchen und schlussendlich auch finden.

Als großer Befürworter der Energiewende frage ich mich, wie viel Aufregung diese 200 Meter(!) hohen Windkraftwerke eigentlich noch auslösen müssen, bis auch der letzte Bürgermeister bei uns erkennt, dass diese waldzerstörende Art der Windkraftnutzung nicht ins Waldviertler Wohlviertel passt? Ich frage Sie, was haben zig Kraftwerk-Giganten mit Wohlfühlen und positiver Regionalentwicklung zu tun? (siehe auch Brief an den NÖ-Landtag)

Andere Windkraft-Technologien (nicht im Wald, sondern dort, wo sie gebraucht werden!) sind umweltschonender und ungefährlich – wieso also kein Umschwenken, warum keine bessere Lösung?

Wer glaubt noch das Ammenmärchen der gewinnorientierten Firmen, die sich jetzt schnell noch auf Kosten von uns Steuerzahler*innen Landesfördergelder einverleiben und uns weismachen wollen, dass von den Kraftwerktürmen jeder und jede profitiert? Hört sich das nicht an wie ein lupenreiner PR-Schmäh?
Die 23 tschechischen Bürgermeister in der angrenzenden Region Vranovsko haben sich im Jänner nicht aus Boshaftigkeit gegen ein noch bedrohlicheres Windpark-Projekt einige Kilometer weiter nördlich ausgesprochen. (vgl. Frainer Proklamation) Sie haben sich aber nicht von den PR-Strategien in NÖ tätiger Energiekonzerne blenden lassen und sind sich bewusst, was sie zu verlören, wenn die Windkraftriesen in die Landschaft gepflanzt würden:
* Einnahmen aus dem Tourismus,
* die einzigartige Kultur- und Naturlandschaft,
* Wert von Grund und Boden und
* die Möglichkeit tatsächlich sinnvolle, innovative und zukunftsweisende Zeichen für die Energiewende zu setzen.
Erfreulicherweise realisieren nicht nur auf der anderen Seite der Grenze, sondern auch hier im Bezirk Horn mehr und mehr Gemeinderäte, dass die geplanten (in der Nacht wie ein Flughafen rot blinkenden) Windparks sehr gut an den Rand von Großstädten und Autobahnen passen, wo die entsprechenden Hochspannungsleitungen die Landschaft durchziehen. Mehr und mehr Politiker setzen nicht weiter auf lahme Windkraft-Pferde, sondern auf bestmögliche Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien, durch die unsere Regionalentwicklung einen Aufschwung erhält und nicht (wie im Falle der Windparks) blockiert wird. (vgl. auch NÖN-Kommentar)
Wann sind diese Politiker*innen auch in Geras und Sigmundsherberg nicht mehr in der Minderheit? Wann satteln die dortigen Gemeinderäte um, für das Allgemeinwohl, für uns alle?
fragt Mag. Mario Lackner, Entwicklungsforscher und Politikberater
Via Facebook den Einsatz der Bürgerinitiativen Lebenswertes Sigmundsherberg und Windpark-frei für eine sinnvollere Regionalentwicklung und umweltschonendere Energiewende als 200 Meter hohe Windkraft-Industrieanlagen im Wald unterstützen. Unser Waldviertel schützen. Jetzt.
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3 Gedanken zu „Sigmundsherberg und Stift Geras setzen weiter auf lahmes Windkraft-Pferd

  1. Doris Sturm

    Als Neu-Zuwanderin ins Wald4tel, wegen der Natur, der mystischen Landschaften, möchte ich zum Thema Windkraft, Windparks folgendes sagen: Zwischen Irnfritz und Tröbings stehen einige „nur“ 120 m hohe Windräder, die die Umgebung auf immer zerstört haben, es sei denn, sie werden rasch wieder abgebaut, was aber sehr kostenintensiv und außerdem sehr umweltschädigend ist, wie die Windräder selbst einen äußerst negativen Einfuss auf das Leben von Menschen und die Tier- und Planzenwelt haben. Dazu habe ich bereits viele Videos auf you tube gesehen, zuletzt von Anwohnern mehrerer 200 m Windräder in Nordeutschland.
    Ich persönlich würde nie in eine Gegend ziehen, in der bereits Windräder stehen, die Möglichkeit zu Tourismus, besonders in der Art wie er zum Waldviertel passt, verbaut sich die Region mit der Errichtung von Windrädern für immer.

    Aufruf an die zuständigen Politiker: denken Sie nicht an das Geld, das von der Windparkindustrie kurzfristig in ihre Taschen wandert. Denken Sie an die Zukunft der Region Wald4te, an Ihre Heimat, an Ihre Kinder und Kindeskinder.

    Antwort
  2. DAS!ALLES Autor

    Die zuständigen Politiker sind felsenfest davon überzeugt, dass sie etwas GUTES tun. Nur persönliche Gespräche UND tatkräftige Unterstützung der Windpark-Gegner*innen können helfen, sodass die Volksbefragung am 12. Oktober gut für Mensch, Tier und Landschaft ausgehen kann!

    Antwort
  3. Pingback: Übernimmt Aktiengesellschaft Macht in Sigmundsherberg? | GrenzlandDemokratie

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