Visionen für das NÖ-Grenzland. Das Neujahrs-Interview mit Mario Lackner.

BildSo wie am Foto links kennen wir Mag. Mario R. Lackner, wenn er uns bei seinen multimedialen LeseShows mit leuchtenden Augen in die Welt der Asta-Romantrilogie entführt. Über sein aktuelles, breit gefächertes Tun hat er bereits Mitte November 2013 im Interview mit Manuel Simbürger beschwingt und tiefgründig Auskunft gegeben. Jetzt, an der Schwelle zu 2014, erzählt er GrenzlandDemokratie exklusiv von seinen Zukunftsplänen und Visionen, die nicht nur persönlicher Natur sind, sondern sehr viel auch mit seiner neuen Heimat dem Niederösterreichen Grenzland zu tun haben. Dort haben offensichtlich viele Politiker die Hoffnung auf eine blühende Regionalentwicklung aufgegeben und glauben eine positive Zukunft ihrer Gemeinden im Ausverkauf an die Windkraftindustrie zu finden…

Mario, dieser Tage wirst du 35, ein politisch auch für dich turbulentes Jahr liegt hinter uns hier in Österreich. Auf was freust du dich ganz besonders im neuen (Lebens-)Jahr und was wird dich als größte Herausforderung von 2013 hinein nach 2014 begleiten?

Meine größte Herausforderung als Mitbegründer der Traumsieberei OG wird 2014 sein weitere Geldquellen für die Adaptierung eines ehemaligen Bergwerksgebäudes in 2091 Langau zu finden und neben meiner Tätigkeit für das BFI Niederösterreich genügend Ressourcen freizuschaufeln, um weiter am Abschlussband der Asta-Romantrilogie arbeiten zu können und um das Beratungsstudio DAS!ALLES weiter zu etablieren, sprich weitere Kund*innen aus dem politischen Bereich zu gewinnen. 2013 war politisch tatsächlich turbulent, aber das gilt auch für 2014+. Die Europawahlen im Mai werfen ihre Schatten voraus, aber auch Landtags- bzw. Gemeinderatswahlen in Wien, Ober- und Niederösterreich 2015. Als Politikberater mit hohen sozialen und demokratischen Ansprüchen freue ich mich in diesem Zusammenhang natürlich ganz besonders auf zukunftsträchtige Kund*innen, um erfolgreiche Kampagnen zu begleiten und deren integrierte PR so sehr auf den Punkt zu bringen, sodass ihre Botschaften authentisch bei Herr, Frau und Transgender/Intersex Österreicher ankommen!

Wer wird 2014 zu deinem Kundenstamm gehören und für welche Kund*in wird das neue Jahr wahrscheinlich das aufregendste werden?

Die erfolgreiche Konsulententätigkeit für die Bürgerinitiative Thayatal, Bundesrat Efgani Dönmez und lokale Bürgerlisten im Wein- und Waldviertel wird mit großer Freude und Verve fortgesetzt. Darüber hinaus gibt es erste Gespräche mit EVP-Akteur*innen, der Bundesspitze der ÖGB-Frauen, Landes-SP, Bundes-BZÖ, Neos, Team NÖ, den Grünen und und und. Am aufregendsten wird 2014 mit Sicherheit für DAS!ALLES-Kund*innen, die sich am 25. Mai der EU-Wahl zu stellen haben. Abgesehen davon wird es auch ein Jahr der Entscheidung für die Bürgerinitiative Thayatal, ja für eine ganze Region: Kommt der Zukunftsperspektiven begrabende Windpark Nord am Rande des Nationalparks Thayatal oder werden die wahren Chancen und Schätze des Grenzlandes entdeckt?

Was ist so schlimm an einem visionären Windkraft-Projekt wie dem Windpark Nord, das mithilft die europäische Energiewende zu verwirklichen? Welche angeblichen Zukunftsperspektiven werden dadurch begraben und gibt es denn wirklich handfeste Alternativen dazu?

Es gibt immer Alternativen. Immer – man muss sie nur zulassen. Diese Flexibilität vermisse ich bis dato bei den politischen Entscheidungsträgern in den Gemeinden Weitersfeld, Langau und Hardegg, die derzeit jenen (allein schon in seinen Ausmaßen bedrohlichen) Windpark Nord favorisieren. Es sind übrigens keine Entscheidungsträgerinnen unter ihnen, es sind allesamt Männer, die sich hier auf eine Vision eingeschworen haben, der es nicht nur an tatsächlichen Visionen für das Grenzland mangelt (vgl. Artikel), sondern auch in der Konzeption fehlerhaft ist (vgl. Stellungnahme). Es ist ein Trauerspiel, dass alternative Regionalentwicklungsideen von den involvierten Bürgermeistern, zuständigen Landesrät*innen und landespolitisch relevanten Parteigremien bis dato nicht einmal angehört werden, sondern unbeirrt der Trampelpfad der Entwicklungsideologie der 1950er- und 60er-Jahre à la Rostow beschritten wird. Echte Chancen, beispielsweise im Bereich sanfter Öko-Tourismus und Arbeitsplatzkreation durch Präsentation der gesamten Grenzlandregion als Zuzugsgebiet für Senioren und Zweitwohnsitzer*innen aus den urbanen Räumen Brünn, St. Pölten, Linz und Wien werden links liegen gelassen. Anstattdessen hält man an veralteter Windkraft-Technologie fest, die sich ausschließlich betriebswirtschaftlich für den Windpark-Betreiber rechnet, aber ökologisch? Volkswirtschaftlich? Ästhetisch? Es gibt längst weitaus visionärere Ansätze die europäische Energiewende zu realisieren als zig 200 Meter hohe Windkraftwerke, die den Wald zerstören, in den sie hineingepflanzt werden und für ein Fledermaus- und Vogelsterben sorgen, wie wir es noch nie zuvor erlebt haben!Wer stur an alten Konzepten festhält ohne sich für neue Innovationen zu öffnen, muss sich den Vorwurf gefallen lassen mit der Windpark-Lobby unter einer Decke zu stecken oder schlichtweg ignorant/zu zu sein. Das Thema vielerorts geplanter Windkraftwerke im Wald wird zur Nagelprobe, zum Beispiel für bis dato absolut vertrauenswürdige Lokalpolitiker, grüne (Möchtegern-?)Erb*innen von Hainburg, aber eigentlich auch für uns alle als Gesellschaft: Sind wir fit für die Herausforderungen der Gegenwart oder scheitern wir wie so oft und erliegen unserer Zerstörungswut?

Was wirst du 2014 persönlich, ganz konkret tun, um dich unserer Herausforderungen der Gegenwart zu stellen?

Ich werde mich in Geduld und Mäßigung üben, um entspannt und herzoffen gegenüber jenen zu sein, die (noch?) nicht verstanden haben, dass Windkraft im idyllischen Waldviertel und Grenzland zu Tschechien anders genutzt werden muss als es derzeit geplant ist, sodass Zukunftsperspektiven kreiert anstatt blind zerstört werden können. Darüber hinaus werde ich konstruktive Kräfte wie etwa die intelligente Facebook-Initiative Windkraft in Österreich ehrenamtlich wie professionell unterstützen und mich an einer kreativen Tournee Waldviertler Künstler*innen beteiligen, die ihre Liebe der Grenzland-Region gegenüber in ihren Texten, Liedern und Bildern zum Ausdruck bringen.

Wann startet ihr mit eurer Tournee und wo gibt es mehr Infos dazu?

Die LeseShow »Asta und das geliebte Waldviertel« von Rosi Grieder, Indigo und mir feiert (u. a. mit Fotos von Christian Freitag und Günther König) am Freitag, 31. Jänner 2014 in Langaus Freizeitmuseum Premiere. Weitere Termine sind bis Frühlingsbeginn in Drosendorf, Geras, Stálky, Znaim und Hardegg geplant bzw. bereits fixiert. Mehr dazu auch für Nicht-Facebookers hier und hier! Fühlt euch hiermit herzlich eingeladen, es wird einfach nur schön 🙂

Vielen lieben Dank! Zum Abschluss für heute noch die Frage, ob du uns verraten möchtest welche Jahresmärchenkarte du zu Weihnachten gezogen hast?

Selbstverständlich! Märchenkarten sind eine wunderbare Möglichkeit zuversichtliche Ausblicke ins neue Jahr zu wagen ohne sich dabei in irgendwelchen pseudo-eso(hys)terischen Welten zu verlieren. Ich zog die Karte „Der Alte”. Sie symbolisiert den väterlichen Geist, der in aussichtslosen Situationen glückliche Einfälle für denjenigen bereithält, der ihn achtet und lernbereit ist. Nur wer ein Ohr dafür hat, kann ihn verstehen. Sein Wahl- oder gar Zauberspruch lautet „LAUSCHE, WISSE, AHNE, SPRICH.”

Sodenn lauschen wir dir am 19. und 31. Jänner bei deinen LeseShows in Linz und Langau, wissen nun mehr über deine Pläne für 2014, ahnen, dass es nicht nur für dich ein aufregendes und entwicklungsreiches neues Jahr werden wird und sprechen gern bei Gelegenheit wieder mit dir! Herzlichen Dank für das heutige Interview und alles Gute zum Geburtstag!

Alles Gute zum Nicht-Geburtstag und Gratulation zu über 17.000 Leser*innen in weniger als 11 Monaten! Merry Christmas and a Happy New Year – let’s hope, it’s a good one without any fear!

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