VÄTERCHEN FROST liebt Lesben, Schwule und die Queers!

In Russland würde ich seit kurzem für diese Aussage (und so manche Passage in meiner Asta-Romantrilogie) doch tatsächlich in Konflikt mit dem Gesetz kommen und ich muss aufpassen, dass mir dabei nicht ein absurder Lacher auskommt. Doch dafür ist die Lage zu ernst, denn in Russland, und wenn ich richtig informiert bin auch in Moldawien, steht Werbung für Homosexualität (ähnlich wie bis 1994 in Österreich) seit kurzem wieder unter Strafe. Unpackbaren Menschenrechtsverletzungen, wie sie der grüne Bundesrat Marco Schreuder in einem aktuellen Bericht auf Neuwal.com publik gemacht hat, werden dadurch Tür und Tor geöffnet. Eine Schande – für jedes Mitglied des Europarates und der Vereinten Nationen!

Das Parlament in Moskau katapultiert damit den russischen Subkontinent zwischen Königsberg und Wladiwostok zurück ins 20. und 19. Jahrhundert, wo weltweit die rassistische Einteilung der Menschheit in auf- und abgewertete Gruppen aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung Hochkonjunktur hatte. Und das wenige Monate vor der Winterolympiade 2014 in Sotschi, wo mit Sicherheit nicht nur heterogenormte Sportler*innen aus aller Welt an den Start gehen werden. Russlands Ehre steht auf dem Spiel.

Aber nicht nur die Russlands: die Ehre eines jeden Mitglieds des Europarats und der UNO, das den Verrat an den gemeinsamen Grundsätzen und der allgemeinen Menschenwürde kommentarlos und ohne Konsequenzen hinnimmt! Jeder, der/die schweigt, trägt Mitverantwortung an der neuen Gewalt in Russland und Moldawien, der Menschen lediglich aufgrund ihres harmlosen, ja einzigartigen So-Seins ausgesetzt sind! Ich mache da nicht länger mit. Ich sage hiermit: HALT DER GEWALT UND JA ZUR DRUŽBA!

Ich frage daher meine demokratisch legitimierten Vertreter*innen in der Welt, Herrn Bundespräsidenten Heinz Fischer, Herrn Bundeskanzler Werner Faymann, Herrn Außenminister Michael Spindelegger, die HV der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton und EU-Kommissionspräsidenten José Barroso: Wann brechen Sie Ihr Schweigen und stellen sich auf die Seite unserer Menschenrechte und nicht weiter auf die der Gewalttäter*innen, die diese neue, dramatische Gesetzgebung auf europäischem Boden erlassen haben? Wann positionieren Sie sich öffentlich klar gegen die aktuellen Entwicklungen und menschenverachtenden Gesetze in Mitgliedsstaaten des Europarates und sagen JA ZUR DRUŽBA mit unseren Freund*innen in Moldawien und Russland? Wann, wenn nicht jetzt?

…fragt Mario R. Lackner, Autor, Creative Consulter und Politikberater in Wien und Langau bei Geras.

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